Den drohenden „Staatsbankrott“ benannte Bürgermeister Dr. Rüdiger Storch als Argument, warum in Eitorf die ersten Streichungen im Bereich der Jugendarbeit vorgenommen werden.
Die SPD-Fraktion fragte in der Ratssitzung vom 14.12.2009 an, wieso die Ausschreibung für eine dritte Stelle im Bereich des Jugendcafes und der mobilen Jugendarbeit mit nur 30 statt der üblichen 38,5 Wochenstunden besetzt werden solle.
Hintergrund ist ein aus einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 17.01.2007 hervorgegangener Beschluss des Jugend-, Altenhilfe- und Sozialausschuss am 06.05.2009, eine dritte Fachkraftstelle einzurichten. Nach langer Diskussion stimmte die Mehrheit vor sieben Monaten dafür, den Vertrag nicht zu befristen. Zwei Sozialarbeiter, die sich bislang die zweite Stelle teilten, bewarben sich aufgrund dessen auf die neu geschaffene dritte Stelle und wurden entsprechend versetzt. Offeriert war nun also quasi die „alte“ zweite Stelle. Im Rat beantwortete der Bürgermeister die Anfrage damit, dass diese zweite Stelle immer schon in Teilzeit besetzt und daher erneut so auszuschreiben sei.
Nur ist das so nicht richtig, wie die SPD erst aufgrund eines Hinweises nach der Sitzung herausfand: Seit einem Beschluss des Jugend-, Altenhilfe- und Sozialausschuss vom 03.05.2007 ist auch diese eine Vollzeitstelle! In einer E-Mail wies man Herrn Dr. Storch auf diesen Umstand hin. Wie schon in der Sitzung zeigte sich dieser allerdings in jeder Hinsicht uneinsichtig.
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