Mehr Chancengleichheit durch Gemeinschaftsschulen

Sara Zorlu

Sara ZorluJessica SalzIm Rahmen des von der Firma komplan erstellten Schulentwicklungsplanes ist die Gemeinschaftsschule als mögliche neue Schulform als langfristige Lösung  für Eitorf in Betracht gezogen worden, da durch den demografischen Wandel vor allem die Existenz der Hauptschule auf Dauer gefährdet ist. Jedoch zeigt auch der Elternwille, dass sie sich für ihre Kinder bessere Chancen auf einen guten Schulabschluss wünschen, sie gleichzeitig aber nicht noch mehr unter den ständig wachsenden Leistungsdruck setzen möchten. Die Gemeinschaftsschule ist das neue Konzept der Landesregierung, um sich diesen Problemen zu stellen und die chancengleiche Bildung aller Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Es handelt sich zunächst um einen Modellversuch, welcher längeres gemeinsames Lernen voraussetzt. So sollen alle Kinder in der fünften und sechsten Klasse unter gymnasialen Standard weiterhin zusammen unterrichtet werden, damit die Kinder ihr volles Leistungspotenzial ausbilden können. Das Auswahlverfahren nach der vierten Klasse auf die verschiedenen Schulformen entfällt somit. Ab der siebten Klasse ist die Differenzierung in unterschiedliche Leistungsgruppen möglich. Nach der zehnten Klasse werden entsprechend der Leistungen alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe eins vergeben, für Schüler mit der Übergangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe bietet sich die Möglichkeit, dass Abitur entweder in der gleichen Schule zu machen oder auf ein kooperierendes Gymnasium zu gehen. Für Eitorf wäre eine mögliche Lösung, die Hauptschule in die Gemeinschaftsschule zu integrieren und in Kooperation mit dem Siegtal-Gymnasium  einen Oberstufenzweig anzubieten.

Ratsmitglied Sara Zorlu befürwortet eine solche Lösung für Eitorf: ?Die sinkenden Schülerzahlen zeigen, dass dringend gehandelt werden muss. Zudem darf vor allem Kindern aus bildungsfernen Familien durch die frühe Selektion nicht die Chance auf einen guten Schulabschluss genommen werden.?

Stellvertretende Sachkundige Bürgerin des Schulausschusses Jessica Salz ergänzt hierzu: ?Bei der Gemeinschaftsschule geht es nicht um die Gründung einer Einheitsschule. Es sollen vielmehr die individuellen Fähigkeiten jedes Kindes gezielt gefördert werden.? Es bleibt zunächst abzuwarten, welche Ergebnisse der endgültige Schulentwicklungsplan der Firma komplan bringen wird und ob eine neue Schulform in Eitorf realisiert werden kann.

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