Umfangreiche Beratungen im Schulausschuss

Eitorf Rathaus

Die 2. Sitzung des Schulausschusses vom 01.07.2021 stand ganz im Zeichen der Planung für die kommenden Jahre.

Als Erstes wurde der Medienentwicklungsplan thematisiert, der noch in der letzten Legislaturperiode durch den Ausschuss beauftragt wurde. Herr Wirtz, ehemals Lehrer am Siegtal Gymnasium Eitorf, stellte den Medienentwicklungsplan für die Gemeinde Eitorf für die kommenden 5 Jahre vor. In dem gut einstündigen Vortrag wurde schnell klar, worauf es hier bei der Planung ankommt. Ein Mix aus Präsentationsmedien (Touch-Geräte und reine Beamer) und mobilen Endgeräten (Laptops, Tablets) stellte sich als vernünftigste Lösung heraus. Alleine die Beschaffung ist aber hier nicht entscheidend. Folgekosten wie Wartung und Support sind noch nicht eingerechnet und stellen einen Großteil der Kosten dar. Die SPD-Fraktion folgt auch in diesem Fall der Grundeinstellung, dass an Bildung und Vermittlung von Medienkompetenz nicht gespart werden darf.

Im Tagesordnungspunkt “Schulentwicklungsplanung der Gemeinde Eitorf” gab der kommissarische Leiter des Schulamts Klaus Strack Einblicke in die aktuelle Entwicklung. Neben Betreuungseinrichtungen an den Schulen, über die allgemeine Situation an den weiterführenden Schulen als auch über den Allgemeinzustand der Gebäude, die Anmeldezahlen an den verschiedenen Schulen, sowie die Zukunft der Grundschulverbünde wurde berichtet. Gerade die Schule an der Sieg hat nach wie vor ein Akzeptanzproblem unter den Eltern, welches dringend aufgearbeitet werden sollte. Eine Abfrage unter den Eitorfer Grundschuleltern wäre eine Möglichkeit herauszufinden, welche Faktoren dazu führen, dass die Eltern ihre Kinder in die Nachbarkommunen auf die weiterführenden Schulen schicken und nicht nach Eitorf.

Seitens der Verwaltung ist ein Strategiepapier in 2021 in Aussicht gestellt, welches unter anderem auch den Betreuungsanspruch einer Ganztagsbetreuung ab 2025 zum Inhalt haben wird.

Die SPD-Fraktion ist und bleibt beim Thema Schulsozialarbeit am Ball. Aktuell werden 3,2 Stellen Schulsozialarbeit (125 Wochenstunden) durch das Land NRW kofinanziert (60 % durch das Land, 40 % durch die Kommune). Nicht erst jetzt, auch durch die Corona-Pandemie ist es wichtig, eine funktionierende Schulsozialarbeit durch motivierte Mitarbeiter/innen in der Gemeinde zu haben. Motivation ist bei unseren verbliebenen 4 Mitarbeiterinnen sicherlich vorhanden, wäre da nicht die jährliche Sorge um die Fortführung der Bezuschussung durch das Land NRW.

So war in der Vorlage zum Schulausschuss auch erstmalig eine Entfristung der noch 2,4 übrig gebliebenen Stellen (ein Stellenanteil von 0,8 Stellen hatte vor kurzem gekündigt) in Aussicht gestellt (2023). Eine Entfristung der Schulsozialarbeiter:innen-Stellen war immer das Ziel der SPD-Fraktion. In der Ausschusssitzung gab es aber fraktionsübergreifend den Wunsch, dass nicht nur die 2,4 Stellen, sondern 3,2 Stellen beibehalten werden. Daher wurde der Kämmerer gebeten, eben diese 3,2 Stellen einer Refinanzierungsberechnung zu unterziehen. Politisches Ziel muss es sein, die Arbeit der Schulsozialarbeiter:innen gleichzusetzen mit der Arbeit der Pädagogen:innen und somit das Land die Finanzierung dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe übernimmt.
Leider mussten wir in der Ausschusssitzung erfahren, dass es aktuell vermehrt zu Sachbeschädigungen an den Schulstandorten kommt. Dies ist ein nicht hinnehmbarer Zustand und muss ggf. durch vermehrte Videoüberwachung bzw. Wachdienste verhindert werden.

Herr Strack gab zusätzlich noch Auskunft über die abgerufenen Mittel aus dem Förderprogramm “Beschleunigter Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder”. Sehr erfreulich ist, dass alle Betreuungsformen von diesem Programm profitieren können und u. a. neues Mobiliar, neue Außenspielgeräte oder Reparaturkosten an bestehenden Kleinspielfeldern erhalten.

Der abschließende Bericht der anwesenden Schulleiter war aufgrund der Corona Pandemie leider ernüchternd. Sowohl Frau Philipps als auch Herr Fritsche lobten allerdings alle Absolventen:innen, die in dieser schwierigen Zeit ihre Abschlüsse am Siegtal Gymnasium wie auch an der Schule an der Sieg erfolgreich ablegten. Dem schließen sich die Vertreter der SPD-Fraktion an und gratulieren herzlich allen Absolventen.

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