Verpflichtung des Kreises ist nicht aufgehoben

Die Bezirksregierung Köln erwartet kurzfristig von der Stadt Sankt Augustin einen erneuten Antrag zur Errichtung einer Gesamtschule und
wird diesen voraussichtlich auch genehmigen. Aber nicht nur das kommende Anmeldeverfahren an der neu zu errichtenden
Schule in Sankt Augustin, sondern auch die Anmeldeverfahren an den Gesamtschulen in Troisdorf, Hennef und Bonn-Beuel werden von der
Bezirksregierung Köln eng begleitet. Von der Bezirksregierung wird genau ermittelt, ob und wievielen Kindern kein Gesamtschulplatz zur Verfügung gestellt werden konnte. Auch betreiben die Gemeinden Windeck, Eitorf und Ruppichteroth aktuell eigene Schulentwicklungsplanungen, deren Ergebnis zeitnah feststehen wird. Sicher dürfte aber schon jetzt sein, dass trotz des hinreichenden Angebots im gymnasialen Bereich der individuelle Bedarf an höheren Bildungsabschlüssen in diesen Gemeinden mit den dort bestehenden Schulen nicht gedeckt werden kann. Der Kreis ist daher keinesfalls gehindert, alle gesammelten Erkenntnisse der Kommunen zu prüfen und daraus notwendige Konsequenzen zu ziehen. Sollten die Zahlen die Vermutungen
bestätigen und die betroffenen Kommunen sich weder allein noch als Zweckverband in der Lage sehen, eine weitere Gesamtschule dort zu
errichten, wo der Bedarf am dringensten ist, dann wird die Bezirksregierung nach eigenem Bekunden die notwendigen Konsequenzen ziehen. Deshalb ist der Kreis auch nicht aus seiner Verpflichtung entlassen. Dies ist dem Landrat in einem erneuten Schreiben der Bezirksregierung auch nochmals verdeutlicht
worden.

Weil auch die schulpolitischen Entscheidungen im benachbarten Oberbergischen Kreis Auswirkungen auf die Gemeinden im östlichen
Rhein-Sieg-Kreis haben können, können die Gemeinden auf eine kreisübergreifende Moderation durch die Bezirksregierung zurückgreifen. Zudem kann sich mit dem Modell Gemeinschaftsschule für viele Kinder eine bessere Chance ergeben, weil im Unterschied zu Gesamtschulen, die als Schule neu
gegründet werden, Gemeinschaftsschulen dieses Ziel durch das Zusammenwachsen bereits bestehender Schulformen vor Ort ermöglichen.

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