SPD beantragt Einrichtung von Bürgerbussen

In einem Schreiben an Bürgermeister Dr. Storch hat die SPD-Fraktion beantragt, in Eitorf die Voraussetzungen für die Einrichtung von Bürgerbussen als Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Gemeindegebiet zu schaffen. In seiner Begründung weist Fraktionsvorsitzender Dietmar Tendler auf die desolate finanzielle Situation in ländlichen Gemeinden wie Eitorf hin, in denen mangelnde Finanzen zu einem immer schlechteren Angebot im ÖPNV führen. Buslinien werden ausgedünnt oder sogar gänzlich eingestellt. Von dieser Entwicklung sind vor allem auch die Eitorfer Außenorte betroffen. Die seit Jahren von der SPD beantragte Einrichtung des Anrufsammeltaxinetzes (AST) ist vor allem aus finanziellen Gründen ebenfalls bisher gescheitert.
Die derzeitige Finanzsituation der Gemeinde wird voraussichtlich auch in naher Zukunft eine Einrichtung des AST-Verkehrs nicht zulassen. Als Alternative stellt sich hier die sogenannte Bürgerbus-Idee dar. Diese lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer und durch die Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Inzwischen sind die Bürgerbusse in NRW mit mehr als 40 Projekten aus den "Kinderschuhen" entwachsen und haben sich als kleinstes Bindeglied in der großen Kette der öffentlichen Verkehrsmittel etabliert. Der Bürgerbus ist mittlerweile dort, wo er eingesetzt wird, ein ganz normaler Linienverkehr mit Fahrplan, Haltestellen und einem genehmigten Tarif. Der Bürgerbus ist ein Verkehrs­mittel, das auf dem Prinzip der Selbstverantwortung der Bürger beruht. Betrieben wird der Bürgerbus durch einen Bürgerbusverein. Das System der Bürgerbusse soll dem Fachausschuss im Rahmen einer Informationsveranstaltung durch einen Referenten vorgestellt werden, der bereits seit Jahren die Bürgerbusse seiner Stadt betreut.

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