Presseerklärung zur Gestaltung des Eitorfer Bahnhofbereichs im Rahmen der Regionale 2010

Eitorfer Bahnhof

Eitorfer BahnhofDie SPD Fraktion im Rat der Gemeinde Eitorf sieht in der Regionale 2010 eine große Chance für die Gemeinde Eitorf.

Das nördliche Bahnhofsvorfeld hat vor Jahren unmittelbare und bahnverwandte Nutzun-gen gehabt (Güter- und Ausweichgleise, Ladestraßen u.ä.). Nach Aufgabe des Gü-terumschlags in Eitorf und dem völligen Rückbau der Gleise sind Nutzungen in diesem Bereich völlig zurückgegangen. Die Fläche ist mit Ausnahme zweier Wohnhäuser am nördlichen Rand im Eigentum der DB (westlicher Bereich) und im Eigentum der Gemeinde Eitorf.
Derzeit befindet sich hier nur noch

  • das DB-Stellwerk
  • eine provisorische Nutzung als P&R-Anlage mit dem Hintergrund, dass demnächst hier eine moderne P&R-Anlage geplant ist
  • eine Nutzung als Lagerfläche für den gemeindlichen Bauhof
  • eine häufig genutzte Fläche um Müll abzulagern

Obwohl täglich ca. 4500 Personen ihren Weg über den Bahnhof Eitorf nehmen vermittelt das gesamte Gelände trotz der direkten Anbindung an das Geschäftszentrum keinerlei Anreiz dort zu verweilen, eher möchte man diesen Bereich möglichst schnell wieder verlassen.

Die nördlich gelegenen Flächen liegen im Wesentlichen brach. Wir finden nur provisori-sche oder mehr oder weniger abgängige Bausubstanz.  Zum Empfangsgebäude an der Südseite ist es der DB nicht gelungen, eine Lage und Funktion angepasste Nutzung zu verankern. Der Bahnhof steht seit ca. 2 Jahren leer.
Die SPD Fraktion hat seit Jahren auf diese Missstände hingewiesen und mehrfach die Frage nach der Zukunftsentwicklung unserer Gemeinde gestellt.
Gerade dieser Bahnhofsbereich mit seinem nördlichen Vorfeld muss endlich eine hochwertige Nutzung erfahren und einen attraktiven Endpunkt der Bahnhofsstraße werden.
Hier sehen wir die Chancen der Regionale 2010.
Insofern stellt dieser Raum einen Schwerpunkt des Wettbewerbs dar – mit folgenden Randbedingungen:

  • Bewältigung der städtebaulichen Funktionen für Pendler (KFZ, Fahrrad, fußläufig) und für Umsteiger von und in den Bus in einer Gemeinde mit vielen Außenorten,
  • ein attraktiver Ausstiegspunkt für Naherholungstouristen und ein attraktives Bild für den Einkauf in Eitorf.

Die Gemeinde Eitorf hat eine negative Kaufkraftbilanz. Die Ursachen dazu findet man in der „Markt- und Standortanalyse" von 2006 des BBE. Wir wollen Kaufkraft im höheren Maße als bisher vor Ort binden, um Eitorf als Wohnstandort attraktiv zu halten.

Wir erwarten vom Bürgermeister ein engagiertes Vorgehen und Vorschläge die in diese Richtung gehen müssen.

Dietmar Tendler
Fraktionsvorsitzender

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