Eitorfs Zukunft nur ein verkehrspolitisches Problem?

Parken auf dem Marktplatz? Mit dieser Frage beschäftigen sich im Augenblick viele Eitorfer Bürger. Die SPD-Fraktion setzt sich für einen autofreien Marktplatz ein, sieht diese Thematik aber schon immer in einem Gesamtkontext zur Verkehrssituation im Ortskern. Die Umgestaltung des Schulgassenareals mit einer Bahnunterführung für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr darf nicht alleine für den staufreien Verkehr stehen. Dazu gehört zunächst einmal ein Verkehrskonzept, welches den Bahnhofsvorplatz und die Kreuzung „Kurscheid`s Eck“ einschließen muss. Varianten mit jeweils einem Kreisverkehr sind in der Planungsphase und werden durch die SPD unterstützt und gefordert. Die ebenfalls viel befahrene Asbacher Str./Einmündung Schöllerstr. muss in Höhe des Rathauses umgestaltet werden. Auch hier macht ein Kreisverkehr Sinn. Der Verkehrsfluss würde sich von der Brückenstraße über die Asbacher Str. deutlich verbessern. Im Zuge dessen könnte man entlang der Asbacher Str. in Höhe des Marktes Kurzzeitparkplätze einrichten. Aber auch ein vernünftiges Parkleitsystem, welches die Zufahrt zum Parkhaus Schmidtgasse erleichtert, gehört zu einem ganzheitlichen Konzept. Eine Zufahrt von der Schöllerstraße wäre denkbar, um mit einem Einbahnstraßenverkehr die Straßen Schmidtgasse, Erlenberg und Goethestr. zu erschließen und die Hauptverkehrsader zu entlasten. Im Bereich der Parkplätze am Bahnhof „Sprung an die Sieg“ sind im hinteren Bereich immer Parkplätze frei, welche durch eine gute Ausschilderung eine bessere Nutzung erfahren könnten. Fördermittel, welche überregional bei Bezirksregierung oder Land NRW beantragt werden müssen, sind an die Umgestaltung des Marktplatzes gebunden.

Aber nicht nur der Aspekt der Verkehrsführung ist ausschlaggebend. Ziel muss es sein, gerade am Marktplatz einen Ort zu schaffen, an dem man sich trifft, gemeinsam verweilt, Besorgungen machen kann und der Platz für Veranstaltungen bietet. In Zeiten von Onlinehandel und der immer größer werdenden Macht von Amazon befürwortet die SPD-Fraktion die Umgestaltung des Markplatzes in einen Ort, an den man gerne wiederkommt.
Es wäre schade, wenn wir nicht gemeinsam mit allen Bürgern und Parteien zu einer Lösung für den Marktplatz kommen würden, denn sonst gibt es keine Zuschüsse für die Umgestaltung Eitorfs mit den sonstigen Planungen zum Ortskern. Der Hochwasserschutz entlang des Eipbaches, verbunden mit diversen Sanierungsmaßnahmen sowie der Anreiz für Gebäudeeigentümer Förderung bei Sanierung zu erfahren, sind weitere Bausteine im Blick auf das Gesamtkonzept.

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