Persönlicher Wahlaufruf von Michael Fuchs

Michael Fuchs

Michael FuchsNun ist es also soweit. Am Sonntag wählt Eitorf. Seit meiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten der SPD Eitorf  sind nun viele intensive Wahlkampfwochen ins Land gegangen. Ich war während dieser Zeit auf vielen Veranstaltungen, Diskussionsrunden, Infoständen und an Haustüren. Überall habe ich Gespräche über mich und meine Ziele geführt. Dabei wurde mir der Wechselwille sehr deutlich. Der amtierende Bürgermeister hat in seiner Bilanz nicht viel aufzuweisen, um bei den Wählerinnen und Wählern zu punkten.

Das Baugebiet Blumenhof wurde erst nach gut 14 Jahren erschlossen, ein Zeitraum, in dem Hennef den kompletten Siegbogen bebaut hat. Die Geburtsstation ist geschlossen worden. Die Anzahl der Schüler geht zurück und die ersten Grundschulstandorte werden zusammengelegt. Als Schulstandort wurde zu Gunsten Windecks auf eine Gesamtschule verzichtet. Gewerbebetriebe wandern ab, weil keine Flächen mehr zur Verfügung stehen. Der Gewerbepark Lindscheid wurde „verschlafen“. Noch vorhandene Gewerbegebiete sind durch Größe und Lage der Flächen unattraktiv. Schnelles Internet gibt es nicht für alle und nicht in den Außenorten. Der Marktplatz ist nur noch Parkplatz, der Ortskern ist unattraktiv, es fehlt Gastronomie und Einzelhandel.

Wenn man dann auch noch über Gemeindegrenzen hinweg schaut, sieht man schnell, was wirkliche Bewegung ist: Asbach mit Kino und Einkaufsmöglichkeiten, Windeck mit Elmores und Kabelmetall, Ruppichteroth mit seinem neuen Fachmarktzentrum und auch Waldbröl mit Naturerlebnispark Panarbora. Das Gefühl, dass Eitorf abgehängt wird, kann dann schon zur Gewissheit werden.
 
Unsere Probleme liegen auf der Hand: Demographischer Wandel, Rückgang der Bevölkerungszahl, Rückgang der Kaufkraft, Rückgang der Steuereinnahmen aus sozialversicherungspflichtigen  Einkommen. Die vielzitierte Bürgernähe kommt nicht beim Bürger an. Ob Graffitiwand, Kermes in der Siegstraße oder Gespräche mit Gewerbetreibenden und Bürgern.
Sparen, Verwalten und Verantwortung ablehnen ist kein Konzept. Wir brauchen in Eitorf eine solide Haushaltsführung mit durchdachten Investitionen.
In den Jahren, in denen ich Ausschuss- und Ratsarbeit leiste, habe ich einen guten Blick für Lösungen in Eitorf bekommen. Problemübergreifende Konzepte sind mir als Unternehmer nichts Neues. Für jede Firma muss man Unternehmenskonzepte und Jahrespläne aufstellen, um Jahresabschlüsse einordnen und bewerten zu können. Nur so ist festzustellen, ob Ziele eingehalten werden.

Wir benötigen Wohngebiete mit Mehrgenerationenhäusern, Häuser mit mehreren Einheiten für Wohngemeinschaften und betreutes Wohnen. Mehrgenerationenhäuser bringen uns viele Vorteile: Kinder für Schulen und Vereine, Eltern als Facharbeiter und Kaufkraft durch die Senioren. Ein solches Wohngebiet mit Bahnanschluss um in den Ortskern oder weiter in Richtung Köln oder Siegen zu fahren, wäre attraktiv und lässt sich gut bei jungen Familien in den Ballungsräumen bewerben. Ein weiteres Ziel ist für mich die Auslastung der vorhandenen Gewerbeflächen durch intensive Gespräche mit Unternehmern. Wir müssen in Eitorf Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit berufliche Perspektiven für junge Menschen schaffen.

Erhaltung aller Schulstandorte in Eitorf und Fortführung der Schulsozialarbeit auch über 2017 hinaus. Frühe und gute Bildung ist prägend für die weiteren Lebensschritte. Das Schwimmbad als Alleinstellungsmerkmal muss genau wie das Krankenhaus erhalten bleiben. Das Theater am Park muss ein Kulturzentrum mit Bibliothek und Ausstellungsräumen, nebst Café und Lounge und freiem WLAN werden. Ich werde den Markt attraktiver gestalten, mit temporärer Fußgängerzone und breiteren Randbereichen. Dort können auch Events wie  Konzerte aber auch ein abwechslungsreicher Wochenmarkt abgehalten werden und ein Teil des Parkplatzes bleibt erhalten. Wir brauchen mehr Gastronomie und eine neue Kneipenkultur am Markt, um für junge Menschen wieder interessant zu werden. Ich habe einen roten Faden, mit dem ich in die Wahl gegangen bin und glaube, dass viele Eitorfer die Probleme ähnlich sehen und die Lösungen mittragen werden.

Eitorf hat Potential, was wir jetzt noch brauchen ist ein Bürgermeister, der das erkennt und eine positive Entwicklung möglich macht. Liebe Eitorferin, lieber Eitorfer, ich möchte dieser Bürgermeister sein. Deshalb  bitte ich Sie um Ihre Stimme am Sonntag.

Ihr Michael Fuchs

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