Die Eitorfer Sozialdemokratie ist 100 Jahre

Jüdes, Hartmann, Waldästl und Zolu präsentieren den wiedergefundenen Traditionsbanner

Am vergangenen Samstag luden die Eitorfer Sozialdemokraten zu einer Festveranstaltung anläßlich ihres 100jährigen Bestehens ins Leonardo am Gymnasium ein. Der Ortsvereinsvorsitzende Alexander Jüdes begrüßte viele Vertreter Eitorfer Vereine und Parteien, Gäste aus benachbarten SPD Ortsvereinen sowie zahlreiche Genossinnen und Genossen. In seinem Grußwort ging er auf die Geschichte des Ortsvereins ein, hob die besondere Bedeutung der Sozialdemokratie bei der Entwicklung der 1. Deutschen Republik hervor und erläuterte die wechselhafte Geschichte des Eitorfer SPD Ortsvereins. Er erläuterte die Geschichte des Traditionsbanners des Sozialdemokratischen Vereins Eitorfs. Vor ca. 100 Jahren wurde im Rahmen der Fahnenweihe ein großes Volksfest auf dem Markt veranstaltet. Leider ging dieser Banner in den Wirren der Inflationsjahre verloren. Doch der Wille, Mitte der 20 Jahre war sehr groß wieder seine Parteizugehörigkeit öffentlich zu zeigen und so wurde in mühevoller Handarbeit eine Kopie des Traditionsbanners gestickt und genäht. Dieser Banner überstand sogar, unter einer Matratze versteckt, die mörderische Zeit des 3. Reiches. In dieser Zeit wurden auch viele Aufzeichnungen der Anfangsjahre aus Sicherheitsgründen vernichtet. Der Ortsvereinsvorsitzende betonte, dass nur Einigkeit, getreu dem Vereinsmotto „Einigkeit macht stark“ die SPD wieder auf Kurs bringt. In die gleiche Richtung zielte auch der Eitorfer Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfahlen Sebastian Hartmann in seinen Worten an die anwesenden Gäste. Der stellvertretende Landrat des Rhein Sieg Kreises, Denis Waldästel, gratulierte ebenfalls dem Ortsverein. Zuvor nominierte ihn der Parteitag der SPD Rhein Sieg zu ihrem Kandidaten für die kommende Kommunalwahl. In seinem Grußwort warb er für eine direkte Demokratie in der die Rolle der Bürger und der Kommunen einen größeren Stellenwert in der Arbeit des Landrates bekommen muss.
Neben weiteren Grußworten, in denen auf aktuelle und geschichtliche Ereignisse und Akteure eingegangen wurde, überraschte Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu die anwesenden Gäste und den Ortsvereinsvorsitzenden. Sie hatte den Anfang der 90er Jahre verschwundenen Banner über Ihre Kontakte im Heimatverein wieder ausfindig machen können. Dieser wurde nun in der 100 jährigen Feierstunde dem Ortsverein wieder übergeben.
Alexander Jüdes und Sebastian Hartmann ehrten anschließend Gerhard Schröder für seine 50jährige Mitgliedschaft und dankten ihm für sein Engagement mit einer Urkunde und einer goldenen Anstecknadel.
Den kulturellen Höhepunkt des Nachmittags hatte unangefochten der Kabarettist und „Kind der Region“ Christoph Brüske. In spitzen Worten ging er auf aktuelle politische Themen ein, hielt mit markanten Sprüchen dem gesellschaftlichem Treiben einen Spiegel vor und gab seine, extra für den Auftritt geschriebene Eitorf Hymne zum Besten. Die Gäste honorierten seine Leistung mit ausgiebigem Applaus, so konnte im Anschluss locker in den gemütlichen Teil der Veranstaltung übergegangen werden. Bei Canapés und kühlen Getränken konnten noch viele Gespräche geführt werden. Perfekt begleitet wurde die Veranstaltung vom Trio Jazzkrönung, welches das passende musikalische Ambiente schuf.
Ein großer Dank der SPD Eitorf geht an die Organisatorin und alle Helferinnen und Helfer, die diesen schönen Nachmittag möglich gemacht haben.

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