Aufbruchstimmung beim Kreisparteitag der SPD

 Viel Diskussionsbedarf gab es im Nachgang der Bundestagswahl beim Kreisparteitag der SPD Rhein-Sieg in der Aula des Gymnasiums „Zum Altenforst“ in Troisdorf. Der Bundesschatzmeister der SPD, Dietmar Nietan, war in den Rhein-Sieg-Kreis gekommen, um mit den Delegierten über die Erneuerung der SPD in der Opposition zu diskutieren. Diese Erneuerung sei sicherlich ein Marathonlauf, so Nietan: „Wenn wir die SPD wirklich erneuern wollen, müssen wir uns jetzt auch die Fragen stellen, vor deren Antworten wir möglicherweise Angst bekommen.“ Auch der SPD-Kreisvorsitzende Sebastian Hartmann gab sich selbstkritisch, aber kämpferisch. Es werde nicht helfen, nur die Organisation und die „Verpackung“ zu ändern. Eine Erneuerung könne nur über inhaltliche Positionen funktionieren, um Vertrauen zurückzugewinnen. „Meine SPD ist links und frei, ist überzeugt von der Kraft der Veränderung hin zur Verbesserung von Staat und Gesellschaft“, so der wiedergewählte Bundestagsabgeordnete.

 

Einstimmig sprach sich der Parteitag für ein Positionspapier seiner Jugendorganisation aus, das ein erster Baustein für eine Schärfung des sozialdemokratischen Profils im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2020 sei, so der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm. Neben dem Bau von bezahlbaren Wohnungen oder der Einführung eines Bürgertickets für den Nahverkehr wollen die Sozialdemokraten beispielsweise Schulsozialarbeit an jeder Schule und einen Streetworker in der offenen Jugendarbeit für jeden Stadtteil. Die Delegierten votierten ebenfalls einstimmig für die Anträge der Ortsvereine Much und Lohmar für den Erhalt des durch CDU und FDP in NRW gefährdeten Sozialtickets und die Förderung von Freifunk-Initiativen.

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