Beschluss erfolgreich gewendet?

In der letzten Sitzung des Eitorfer Gemeinderates beriet der Rat erneut über die Schulsozialarbeit. Gegenstand war der im September gefasste Beschluss, der vorsah die Arbeitszeit um die Hälfte zu reduzieren. CDU und FDP fassten diesen Beschluss mehrheitlich. Nach einer erfolgreichen Beschwerde der SPD-Fraktion an die Kommunalaufsicht wegen Verfahrensfehlern, empfahl der Bürgermeister den Ratsbeschluss aufzuheben und die Abstimmung zu wiederholen. Dabei räumte er ein, dass er SPD Ratsmitglied Andreas Hubert versehentlich in seinen Rechten als Ratsmitglied beschnitten hatte und entschuldigte sich öffentlich für sein Verhalten im September.
Nachdem der Beschluss aufgehoben wurde, stimmten diesmal alle Fraktionen für die 2 jährige Fortsetzung der Schulsozialarbeit mit der bisherigen Stundenzahl.
Leider heisst das nicht, dass es diese auch in diesem Umfang geben wird. Denn laut Förderzusage des Kreises, die genau am Beratungstag kam, belief sich dieser Bescheid auf die reduzierte Stundenzahl vom September.

Sara Zorlu
Sara Zorlu

Dazu äußert sich Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu: „Wir sind guter Dinge, dass der neu gefasste Beschluss mit der ursprünglichen Stundenzahl genehmigt wird. Falls es jedoch dazu kommen sollte, dass dem modifizierten Förderantrag nicht stattgegeben wird, dann muss auch allen Bürgerinnen und Bürgern klar sein, wer für dieses politische Desaster verantwortlich ist. Wir wissen aus unzähligen Sitzungen, dass die Eitorfer SchulleiterInnen sich immer für die Fortsetzung der Schulsozialarbeit ausgesprochen haben. Dass FDP und CDU ihre Zustimmung zur Reduzierung im September aufgrund der Behauptung der Verwaltung begründeten, ist für mich unglaubwürdig.“

Monika Ziegenhohn
Monika Ziegenhohn

Die SPD Fraktion wird sich weiterhin für die Schulsozialarbeit in Eitorf stark machen und sich auch dafür einsetzen, dass diese Stellen entfristet werden.
Für die schulpolitische Sprecherin Monika Ziegenhohn ist klar: „Schulsozialarbeiter und Schulpädagogen sind rar auf dem Arbeitsmarkt. Der häufige Wechsel ist nachteilig, weil so keine dauerhafte Bindung zwischen Schulen, den betreuten Kindern und ihrem Umfeld hergestellt werden kann. Eine Entfristung der Arbeitsverträge ist dringend notwendig.“

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