Ausweitung des Schienennahverkehrsangebots im Rhein-Sieg-Kreis

Die SPD-Fraktion im Regionalrat hat sich auf einer Tagung im Kreishaus in Siegburg intensiv mit dem Schienennahverkehrsangebot im Rhein-Sieg-Kreis beschäftigt.
Im Zweckverband Nahverkehr Rheinland und insbesondere im Rhein-Sieg-Kreis wird die Verkehrsnachfrage in den nächsten Jahren weiter steigen; im Vergleich dazu ist in Westfalen bzw. im Ruhrgebiet eine Stagnation bzw. Rückgang der Verkehrsnachfrage zu erwarten.
Von der steigenden Verkehrsnachfrage wird aufgrund der Belastungen der Straßenverkehrsinfrastruktur vor allem der Öffentliche Nahverkehr insbesondere auf der Schiene profitieren.

Das vorhandene Verkehrsangebot auf der Schiene zur Bewältigung der steigenden Verkehrsnachfrage wird aber auf Basis des Status-Angebots nicht ausreichen.
Dietmar Tendler, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion und Mitglied der Verkehrskommission im Regionalrat: „Es wird deshalb eine Ausweitung des Verkehrsangebotes insbesondere auf der Siegstrecke, die eine der nachfragestärksten Linien im VRS darstellt, unumgänglich sein. Zusätzliche S-Bahnangebote sind daher erforderlich, die unter anderem über den Flughafen geführt werden sollten, damit mehr Angebote sowohl für Berufspendler als auch für Flugreisende zur Verfügung stehen. Die S-Bahnlinie S19 (Au-Eitorf-Hennef-Flughafen-Köln Hbf) wäre eine Möglichkeit, die Probleme in den Griff zu bekommen.“ Sebastian Hartmann, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, hält neben der Verdichtung des Verkehrsangebots auf der Siegstrecke eine Kapazitätserweiterung auf der Verbindung zwischen Bonn und Köln Hbf linksrheinisch für dringend erforderlich.
„Damit die Kapazitätsausweitungen umgesetzt werden können, sind zusätzliche Finanzmittel für den Kooperationsraum Rheinland unumgänglich; dies gilt es bei der Planung für die nächsten Jahre auf Landesebene zu berücksichtigen“, ergänzt Landtagsabgeordneter Achim Tüttenberg.
Dietmar Tendler fasst die Ergebnisse der Tagung zusammen: „Die SPD-Kreistagsfraktion fordert vor diesem Hintergrund eine Ausweitung des Verkehrsangebotes statt einer Stabilisierung der Ist-Situation.“

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