Konzept zur Zukunftssicherung des Eitorfer Krankenhauses stimmt!

Das Gemeinschaftskrankenhaus St. Elisabeth/St. Petrus/St. Johannes in Bonn, mit dem das Eitorfer St. Franziskus Krankenhaus ohnehin eng zusammenarbeiten sollte, übernimmt ab 2007 die Geschäftsbesorgung  für das Eitorfer Krankenhaus. Das St. Elisabeth Seniorenwohnhaus, das seit 2002 zur Krankenhaus GmbH gehört, wird ebenfalls ab kommenden Jahr an die Marienhaus GmbH übertragen. Diese bereits von der Gesellschafterversammlung (Marienhaus GmbH zu 60 Prozent und die Gemeinde Eitorf mit 40 Prozent) beschlossene künftige Neuausrichtung bestätigte der Rat der Gemeinde Eitorf in seiner Sitzung vergangenen Montag. Vorangegangen waren in den vergangenen Monaten intensive Gespräche und Verhandlungen, um gemeinsam mit dem Mehrheitsgesellschafter Marienhaus GmbH in Waldbreitbach eine
zukunftssichere und von der Gemeinde Eitorf finanzierbare Konstruktion für die künftige Grundversorgung am Krankenhausstandort Eitorf zu finden. Alle Fraktionen – mit Ausnahme der "Grünen" hatten sich auf die nunmehr gefundene
Lösung verständigt, nachdem auch die gemeinsam von der Marienhaus GmbH und der Gemeinde Eitorf zu tragenden Lasten in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht wurden. Das Eitorfer Krankenhaus wird künftig als sogenannte Portalklinik die Grundversorgung der Eitorfer Bevölkerung sicherstellen. Spezielle Behandlungsfälle werden durch die künftige Kooperation mit den Bonner Häusern künftig in Zusammenarbeit mit den dortigen Spezialisten durchgeführt. Nötig wurde das neue Konstrukt durch die allgemeinen Anforderungen der Kostenexplosion im Gesundheitswesen, die für das wirtschaftliches Überleben der Krankenhäuser  allgemein in Deutschland auch in Eitorf einen starken Verbund erfordert.

Heftig kritisierten alle Fraktionen die bisherige politische Haltung der Grünen, die als in der Diskussion um den Erhalt des Eitorfer Krankenhauses ihre Rolle als seriöse Gesprächspartner verspielt haben. Im Vorfeld der Sitzung hatten sich deshalb bereits die Vorsitzenden der CDU und SPD Ratsfraktionen Michael Diwo und Dietmar Tendler in einer gemeinsamen Presseerklärung geäußert:
"Wir sind die ständigen Angriffe von Bündnis 90/Die Grünen gegen das Eitorfer Krankenhaus leid. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat sich selbst mit ihrer bisherigen Positionierung zum Eitorfer Krankenhaus ins politische Abseits gestellt. Bei der Frage der Zukunftssicherung unseres Eitorfer Krankenhauses geht es nicht um persönliche Empfindlichkeiten von drei "Grünen", sondern um die zukunftsfeste Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung unserer Bevölkerung und den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Gemeinde Eitorf.

In vielen Gesprächen sind die "Bündnis Grünen" eingebunden und informiert worden. Sie kennen die Konzeption und machen dennoch in einer Art und Weise Stimmung, die den Krankenhausstandort Eitorf erheblich gefährdet und dem Sankt Franzikus Krankenhaus und damit unserer gesamten Gemeinde schadet. Die Eitorfer Grünen verspielen auch jede politische Glaubwürdigkeit, wenn Sie sich nach den bisherigen gemeinsamen Gesprächen aller Fraktionen mit der Marienhaus GmBH – wie jetzt bekannt wurde – als Verhandlungsergebnis eine Arbeitsplatzgarantie auf die politischen Fahnen schreiben wollen und dies in die Öffentlichkeit posaunen. Eine solche Garantie kann derzeit keiner seriös abgeben. Nur ein gutes und für die Zukunft gerüstetes Krankenhaus wird Arbeitsplätze sichern können. Wer wie die Grünen anderes vorspiegelt, täuscht bewußt wegen der politischen Anbiederung oder aber unbewußt wegen der Unfähigkeit, die Gesamtsituation begreifen zu können. ": so Tendler und Diwo.

Die zukünftige Zusammenarbeit mit den drei Bonner Krankenhäusern bewerten die beiden Fraktionsvorsitzenden äußerst positiv. Es werden neue Abteilungen entstehen, die unser Krankenhaus aufwerten und die medizinische Versorgung für die Eitorfer Bürgerinnen und Bürger verbessern. Durch die Kooperation werden weitere ärztliche Leistungen in Eitorf angeboten, die es bis jetzt nicht gab. Nur so sind die Arbeitsplätze in Eitorf zu sichern und die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten. Das vorgelegte Konzept ist schlüssig, so Diwo und Tendler. Deshalb haben die Vertreter der beiden Parteien auch in der Gesellschafterversammlung diesem Konzept zugestimmt.

"Nun lassen sie endlich die Ärzte und das Pflegepersonal ihre Arbeit machen und reden Sie nicht von Dingen, von denen Sie offensichtlich nichts verstehen": so der Appell von Diwo und Tendler in Richtung Grüne. Denn offensichtlich wird von den Grünen überhaupt nicht verstanden, um was es sich bei einer Portalklinik handelt. Portalklinik ist nicht weniger Angebot, sondern mehr. Tendler und Diwo danken der Marienhaus-Gesellschaft für das öffentliche Bekenntnis zum Eitorfer Krankenhaus und der neuen Konzeption. Diwo und Tendler: "Die CDU Fraktion und  die SPD Fraktion stehen zu unserem Krankenhaus und werden auf jeden Fall alle Bemühungen unterstützen, die die die Zukunft des Krankenhauses zu sichern helfen. Leider haben wir im Vorfeld der Ratssitzung derart klare Worte und Maßnahmen gegenüber den Grünen von Bürgermeister Dr. Storch vermissen müssen, so Tendler und Diwo abschließend."

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