Anerkennung kann nicht nur Applaus sein. 

Villa Gauhe

Alle Beschäftigten der Pflege sind Helden und sollen beim Pflegebonus nicht leer ausgehen. 

Die Fraktionsvorsitzende der SPD in Eitorf, Sara Zorlu, hatte entsprechende Beschwerden als Hinweis an die Landespolitik weitergeleitet.

In Bayern gibt es einen eigenen Corona-Pflegebonus für Pflege- sowie Rettungskräfte, zusätzlich zum vom Bund beschlossenen Pflegebonus, der momentan nur für Beschäftigte in der Altenpflege gilt. Wer im Krankenhaus oder der Eingliederungshilfe arbeitet, hat in NRW keine Aussicht auf eine finanzielle Anerkennung.

Sara ZorluFraktionsvorsitzende Sara Zorlu berichtet von ihren Bürgergesprächen: „Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass nicht alle Beschäftigten in der Pflege den Bonus erhalten. Davon sind viele in Eitorf betroffen, die beispielsweise in der Eingliederungshilfe arbeiten. Durch meine politische Arbeit bin ich bestens vernetzt und habe dieses Anliegen unserer Landtagsabgeordneten weitergeleitet. Ich bin froh, dass die Landtagsfraktion dies im zuständigen Ausschuss beantragt hat.“

Susana dos Santos Herrmann
Susana dos Santos Herrmann

„Meiner Parteikollegin Sara Zorlu bin ich sehr dankbar für den Input. Mit meinem Kollegen in der SPD-Landtagsfraktion, unserem Gesundheitsexperten Josef Neumann, bin ich einig darüber, dass alle Helden in der Pflege nicht nur Applaus, sondern auch wirkliche Anerkennung verdient haben. Deshalb ist es auch nicht gerecht, den einen den Bonus zukommen zu lassen und für die anderen nur zu klatschen. Das muss einheitlich geregelt sein“, fordert die Landtagsabgeordnete Susana dos Santos, die den Wahlkreis Rhein-Sieg für die SPD im Düsseldorfer Landtag betreut.

Gerade die Heldinnen und Helden der Krise seien die, die nicht gut bezahlt würden. Kassiererinnen und Kassierer, Paketbotinnen und Paketboten, LKW-Fahrerinnen und LKW-Fahrer, Altenpflegerinnen und Altenpfleger, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, Erzieherinnen und Erzieher hätten nicht nur Leistungen weit über ihr Soll erbracht, sondern von diesen Leistungen im Regelfall überhaupt nicht profitiert. Im Gegenteil! Sie müssten noch mitunter dafür streiten, dass ihre Kinder betreut und ihre Arbeit als systemrelevant anerkannt würde.

„Besonders in der Pflege sind bessere Arbeitsbedingungen und endlich vernünftige Tariflöhne das A und O. Von einem einmaligen Bonus kann man sich keine Miete leisten. Trotzdem: Leider scheint die Landesregierung in NRW kein Interesse daran zu haben, ein eigenes Landesprogramm aufzulegen, um alle Beschäftigten in der Pflege zu honorieren. Wir haben darüber im Landtag gesprochen was nach dem Applaus kommt, doch bisher wurden unsere Vorstöße dazu abgelehnt. Wir bleiben dran.“, verspricht die SPD-Politikerin.

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